Model-Based Business Engineering, Blog by Dr. Juergen Pitschke, +49 351 30935193 Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!g

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Datenflußdiagramme / Tooltips BPM,DFD,Visual Paradigm

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Datenflussdiagramme / Notationen, Methodik, Architektur

In letzter Zeit, insbesondere im Zusammenhang mit der DSGVO (Datenschutzgrundverordnung), sind Datenflußdiagramm wieder populär geworden. Oft werden solche Notationen ohne Kenntnis der Ursprünge und Regeln genutzt. Das verschenkt eine große Menge Wissen, führt schlechten und schlecht pflegbaren Modellen. Daher werden hier einige Grundlagen beschrieben und Literaturhinweise gegeben.

Datenflußdiagramme werden zum Beispiel durch das Werkzeug Visual Paradigm unterstützt.

2 Datenflussdiagramme / Die Notationselemente

Datenflußdiagramme stellen einfache Elemente dar. Die DFD-Palette ist übersichtlich:
DFD kennen entsprechend des Buches (De Marco 1979) folgende Elemente und Verknüpfungen

  • Data Flows
  • Prozesse
  • Dateien (Files)
  • Datenquellen und Datensenken (Data Sources, Data Sinks)

Abbildung 1 zeigt die DFD-Palette von Visual Paradigm.

DFD Palette

Die Palette in Visual Paradigm ist nicht identisch mit der Notation von Tom De Marco. Bei DFD handelt es sich nicht um eine Standardnotation. Die Darstellung in Visual Paradigm unterscheidet sich nicht essentiell von (De Marco 1979). Eine genaue Beschreibung der Elemente und Attribute in Visual Paradigm ist im User Guide von Visual Paradigm zu finden (Visual Paradigm, Inc. 2019).

Es empfiehlt sich vor Einsatz der DFD sich über die Elemente und möglichen Verknüpfungen zu informieren.

Eine (externe) Entität ist ein Mensch, ein System oder Subsytem. Es stellt eine Quelle oder eine Senke von Daten dar (Datenquelle, Datensenke) . Eine Entität ist immer extern zum unS interessierenden Prozess oder System.

Ein Prozess beschreibt eine Geschäftsaktivität oder eine Funktion, die Daten manipuliert.

Ein Data Store repräsentiert die Speicherung von persistenten Daten, die in Prozessen benötigt oder produziert werden.

Der Datenfluß (Data Flow) zeigt die Weitergabe von Informationen. Er ist gerichtet oder bi-direktional.

Ein DFD ist eine Netzwerk-Beschreibung eines Systems oder eines uns interessierten Gegenstandes, der Informationen erzeugt oder konsumiert. Das Ziel von DFDs, war (ist) eine sinnvolle Partitionierung des uns interessierenden Bereichs.

3 Datenflussdiagramme / Methodik

Die Definition von DFD in (De Marco 1979) beinhaltet nicht nur die Beschreibung der zu verwendenten Elemente, sondern auch die Anwendung der Notation. Unser Ziel ist die einheitliche Anwendung der Notation durch alle Projektbeteiligten. Oft beschreiben wir das in einem Styleguide und einer Modellierungsrichtlinie, die Anleitung und Hilfestellung bei Anwendung gibt.

Bei Definition der Notationselemente haben wir einzelne Hinweise bereits gegeben. Zum Beispiel: "Eine Entität ist immer extern."

Das genannte Buch von Tom De Marco gibt eine Reihe methodischer Hinweise zur Anwendung. Wichtig und interessant sind für mich folgende Punkte:

  • DFD besitzen verschiedene Abstraktionsstufen. In (De Marco 1979) beschreibt Tom De Marco das in Kapitel 7: "Leveled Data Flow Diagrams".
  • Tom De Marco beschreibt die Anwendung der DFDs für die Systemspezifikation oder die Implementation von "Data Dictionaries".
  • De Marco beschreibt den Zusammenhang zu strukturiertem Englisch. Siehe mein White Paper zu "Textueller Analyse".

(De Marco 1979) gibt auch Anregung und Beispiele zur Benennung der Notationselemente.

4 Datenflussdiagramme, andere Notationen, Architektur

Eine häufige Anwendung von DFDs ist die Darstellung der Zusammenhängt von Informationen mit Prozessen und Systemen im Zusammenhang der DSGVO (Datenschutzgrundverordnung). Wie beschreiben die verwendeten Informationen, deren Herkunft, Speicherung und Weitergabe zu andern Systemen oder Prozessen. Wir erweitern die Beschreibung der Notationselement zum Beispiel mit der Information, ob Daten datenschutzrelevant sind. Im Falle der persistenten Speicherung erfassen wir weiter Information wie die Dauer der Speicherung.

Alternativ zu DFDs werden Notationen wie Archimate® eingesetzt.
Interessant ist die Beschreibung von Decision Tables und Decision Trees bei De Marco. Für die Beschreibung von Decision Tables und Decision Trees wird heut meist die OMG-Standardnotation DMN (Decision Model and Notation) (DMN 1.2 2019) genutzt. Da die OMG-Standardnotationen meist keine Aussagen und Empfehlungen zur Anwendung beinhalten, lohnt der Blick in Bücher wie (De Marco 1979).

Je nach Projektauftrag nutzen wir weitere Notationen und beschreiben die Relationen zwischen den verwendeten Darstellungsarten (Welche Modelle und Modellelemente sind verknüpft? Welche Art der Verküpfung besteht?). Wir nutzen DFD zum Beispiel zur weiteren Detaillierung von Geschäftsprozessen mittels BPMN und CMMN.

Literaturverzeichnis

De Marco, Tom. Structured Analysis and System Specification. New York, N.Y.: Prentice-Hall, 1979.
DMN 1.2. Decision Model and NotationTM. OMG, 2019.
Visual Paradigm, Inc. „Visual Paradigm User Guide.“ 08 2019. https://www.visual-paradigm.com/support/documents (Zugriff am 15. 08 2019).

 

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Tags: VisualParadigm, Visual Paradigm, DFD

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