Model-Based Business Engineering, Blog by Dr. Juergen Pitschke, +49 351 30935193 Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!g

Konzepte, Konzepte, Konzepte, ...

Vor kurzem habe ich neue deutsche Übertzungen des "Decision Management Manifesto" und der "RuleSpeak"-Dokumente auf meiner Webseite freigegeben,

Auch wenn es scheint, dass Anwender eher einem Entweder-Oder-Konzept folgen, ist Beides wichtig. Wie Ron Ross betont, existiert eine Vielzahl von Geschäftsregeln, die keine Entscheidung beschreiben. Andererseits fehlt SBVR und dem RuleSpeak-Ansatz ein innewohnender Ansatz zur Strukturierung. In der Folge entstehen in der Praxis oft die sogenannten "Regelbücher" mit tausenden Geschäftsregeln. Um solche Projekte zu beherrschen benötigen wir zwingend ein Ordnungskriterium, am besten ein Top-Down-Kriterium.

DMN adressierte das Strukturierungsproblem (neben anderen Problemen) durch die Beschreibung von Entscheidungen und deren Zerlegung in Teilentscheidungen und Eingaben. Es entsteht ein Entscheidungsnetzwerk, das uns die gewünschte Top-Down-Struktur bietet. (Siehe unser Workshop auf der BCS-Webseite.)

Beiden ist gemeinsam, dass wir die genutzten Konzepte kennen müssen. Wir müssen wissen, worüber wir sprechen. Man vergleich den Standard SBVR (Semantics of Business Vocabulary and Rules) der Object Management Group). Wir definieren die genutzten "Konzepte". RuleSpeak/SBVR wird auch genutzt, um die Regeln der (DMN-)Entscheidungstabellen zu erklären.

Um die genannten Dokumente zu verstehen, ist ein Grundverständnis des Begriffs "Konzepte" und von SBVR von Vorteil. Ron Ross hat diese Frage einige Blog-Post gewidmet. Z.B. "What’s the Concept?!". Verkürzt definiere ich, "Konzept" folgendermassen: "Ein Konzept ist ein Objekt, über das wir in natürlicher Sprache kommunizieren." Welche Eigenschaften hat es? Welche Geschäftsregeln gelten für das Objekt? Welche Anforderungen muss das Objekt erfüllen?

Diese Definition macht deutlich,dass die genutzten Objekte sinnvoll klassifiziert werden müssen.

In Deutscher Sprache wird "Konzept" häufig im Sinne von "Plan; Vorgehensweise" und "Entwurf" genutzt. Wir sind näher an einer anderen Definition: Ein Konzept ist ein Objekt, dass unser Interesse hat. Ob es Daten, Softwareobjekte, Geschäftsprozesse und Geschäftsprozessobjekte, Entscheidungen oder anderes sind.

MBBE-Werkzeuge

Mein neues Buch zeigt mit verschiedenen Werkzeugen erstellte Beispielmodelle. Die Werkzeuge umfassen: Qualiware, Visual Paradigm, MagicDraw/Catia, Signavio, DecisionsFirst . Diese Werkzeuge werden von uns in Projekten und Workshops eingesetzt. Natürlich existieren weitere interessante Werkzeuge, die wir auch gelegentlich einsetzen. Z.B. Adonis , IntelliorSemtalk , ARIS oder BIC (www.gbtec.de). Diese Werkzeuge haben bereits unterschiedliche Positionierungen. Sehen einige Werkzeuge ihren Schwerpunkt bei Geschäftsprozessmodellierung und -management, Postionieren sich ander Werkzeuge als Architekturwerkzeug 

Anwender fragen häufig, welches Werkzeug ist (für mich) am geeignetsten? Die Frage lässt sich nicht ohne weiteres beantworten. Die Antwort ist sicher zu einem Teil subjektiv. Mehrere Kriterien spielen eine Rolle. Welches für Sie die höhere Priorität hat, hängt von der Projektaufgabe ab. Veranstaltungen wie der "Process Solution Day" und Publikationen (Online und Offline) widmen sich dieser Frage.

Das Haupt- oder einzige -kriterium ist nicht, welche Notation wird unterstützt und ist für meine Aufgabenstellung am besten geeignet? Das ist ein großer Vorteil der Standardnotationen. Die Art der Darstellung und die Bedeutung der Elemente ist standardisiert. Daneben beinhalten die OMG-Standardnotationen ein Austauschformat. Das gestattet den Austausch zwischen Werkzeugen und Plattformen. Kein Hersteller kann von sich behaupten eine bessere BPMN zu besitzen. Die Standardnotation wird unterstützt oder eben nicht. Die Implementation und Unterstützung neuer Notationen ist eine temporäre Frage. Andere Kriterien sind wichtiger: Einfachheit der Benutzung der Lösung, Ausgabeformen und Berichte, die Möglichkeit weitere nicht in der Standardnotation enthaltene Attribute (zum Beispiel IGOE) einfach zu ergänzen, Proprietäre Darstellungen, Unterstützung für ein Rollenkonzept, und anders. 

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Online-Workshops BCS

Alle BCS-Workshops  sind jetzt als Online-Workshops verfügbar.
Wir bieten Ihnen die Themen wie gewohnt auch als In-House.Training an.
Für die Online-Shops nutzen wir GoToMeeting. Teilnehmer benötigen einen Internetzugang. Für den Audio-Part empfehlen wir ein Headset, auch wenn Telefoneinwahldaten zur Verfügung stehen.

Die nächsten Online-Workshops sind
Operatives Business Decision Management:
Start Englisch am 31.10.2019.
Start Deutsch am 11.11.2019.
Zum Abschluss des Jahres folgt der Workshop BPM-Trilogie (BPMN, CMMN, DMN).
Start Deutsch am 22.11.2019,
Start Englisch am 06.12.2019.