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Geschäftswissen, Sprache, Modelle - Teil 2

Wie angekündigt ein weiterer Post zu den Büchern von Ron Ross und Steven Pinker sowie dem Primer "How to define Business Terms in Plain English". Noch stehe ich bei Rons Buch sehr am Anfang, bei Steven Pinkers Buch bin ich etwas weiter.

Steven Pinkers Buch handelt von Sprache - wie auch aus dem Titel hervorgeht. Viele linguistische Betrachtungen. Ron's Primer und das Buch haben einen anderen Schwerpunkt: Wie kann Geschäftskommunikation in "normalem" Englisch ohne Missverständnisse gelingen?

Hier treffen sich beide Bücher. Um Missverständnisse zwischen Sprecher und Adressat zu vermeiden benötigen beide ein gemeinsames Vokabular. Bei Pinker heisst es zum Beispiel: "... the members of a language community receive an enormous benefit: the ability to convey a concept from mind to mind virtually instantaneously. ..." und später "For some strings a meaning can be guessed, but we lack confidence that the speaker has used the same code in producing the sentence as we used in interpreting it."

Eine weitere Besonderheit bei der Betrachtung von Geschäftsmodellen (Geschäftsregeln, Geschäftsentscheidungen, Anforderungen,...) ist, dass die Kommunikation nicht zwingend direkt und online erfolgt. Möglicherweise haben wir nicht oder nicht unmittelbar die Möglichkeit den Ersteller des jeweiligen Modells zu fragen, was sein Verständnis war und welchen Kontext er (angenommen) hat.

Bei Goethe (Faust erster Teil) ist dieses Problem ebenfalls bekannt. Er lässt Mephistopheles sagen "Gewöhnlich glaubt der Mensch, wenn er nur Worte hört,
Es müsse sich dabei doch auch was denken lassen." (Szene in der Hexenküche).

Juergen Pitschke

 

     

Tags: Business Architecture, Vokabular